Die Partnerschaft zwischen den Partner-Landkreisen hat ein neues Level erreicht
Die Delegation der Hans Lindner Stiftung aus Satu Mare / Rumänien reiste erneut nach Schwäbisch Gmünd (Ostalbkreis, Deutschland), um die seit 2 Jahren bestehende Kooperation mit dem Team der Technische Akademie fortzusetzen. Die Grundlage der gemeinsamen Arbeit und des Gedankenaustauschs bildet die über zehnjährige Partnerschaft zwischen den beiden Landkreisen Ostalbkreis und Satu Mare. Das Hauptziel ist es, Jugendliche an technische Berufsfelder heranzuführen und ihr Interesse an praktischem Wissen zu wecken.
Hr. Michael Nanz, der Leiter der deutschen Einrichtung, formulierte es so: „Unser Ziel ist es, die Kinder in erster Linie zum Denken anzuregen."
Im Verlauf der institutionellen Zusammenarbeit versuchen die Partner, aufeinander aufbauend, bewährte Methoden aus Bildung und Wirtschaftsförderung in ihr eigenes Umfeld zu übertragen und zu kombinieren. Sie tun dies in der Hoffnung, dass es gelingt, den Kindern die Freude am Umgang mit Materialien und Werkzeugen näherzubringen, wodurch sich ihre Fähigkeiten entwickeln, sie den Mut finden zu experimentieren, ihre Fehler entdecken und daraus lernen, ihre Selbstständigkeit stärken und sich einer bewussten Berufswahl annähern.
Beide Institutionen sind überzeugt, dass jedes Kind Talent und Fähigkeiten besitzt, mit denen es Werte schaffen und seinen Lebensunterhalt sichern kann. Zur Entfaltung dieser Fähigkeiten reicht jedoch die angeborene Begabung nicht aus: Es bedarf Fleiß, Ausdauer, offener Ohren und Mut sowie eines unterstützenden Umfelds, das die Möglichkeit zur praktischen Erfahrungsgewinnung bietet. Deshalb fördern und betonen die Partnerorganisationen die lokale Zusammenarbeit mit Schulen (Schulleitern, Lehrer) und der Wirtschaft, in der Hoffnung, dass es Menschen geben wird, die sich ihnen anschließen und eine chancengebende Umgebung sowie eine Zukunft aufbauen. In der gegenwärtigen, sich wandelnden wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lage ist dies vielleicht der empfehlenswerteste und zielführendste Weg, durch den nicht nur die Wirtschaft stabilisiert wird und gedeiht, sondern auch Jugendlichen geholfen wird, in der Heimat Fuß zu fassen.
Die Zusammenarbeit begann bereits im vergangenen Jahr: die Arbeitsteams besuchten sich gegenseitig und organisierten für die Schüler inspirierende Musterveranstaltungen – sowohl in der deutschen Wissenswerkstatt EULE als auch im Rahmen der Programme in den Technik-Clubs der Hans Lindner Stiftung.
In diesem Jahr wird das Projekt weiter ausgebaut und erreicht ein neues Level: als neues Element kommen 3D-Druck und Lasergravur hinzu, als mögliche ergänzende Technologien in der Produktentwicklung. Die modernen Geräte werden – im Rahmen eines gemeinsamen Projekts – vom deutschen Partner angeschafft und in Kürze an die Stiftung in Satu Mare übergeben. Die Parteien sind zuversichtlich, dass alle Kinder, die bisher regelmäßig und aktiv an den Aktivitäten des Technik-Clubs teilgenommen haben, ebenfalls ein neues Level erreichen, die Möglichkeiten der innovativen Technik erkennen und lernen werden, diese bei der Umsetzung eigener Pläne einzusetzen.
Darüber hinaus wurde auch die Idee eines mobilen „Roadshows" aufgeworfen, für die die deutsche Einrichtung bereit ist, der Stiftung in Satu Mare die Veranstaltungscontainer zu übergeben und dann initiativ und optimistisch auch weitere Formen der Aufmerksamkeitserregung zu starten: Raum und Inhalt für jene zu schaffen, die neugierig sind und sich technischem Wissen annähern möchten. Außerdem hat die deutsche Seite in diesem September ein sechsköpfiges Schülerteam aus dem Kreis Satu Mare eingeladen, an einem einwöchigen internationalen Camp (Educamp) in Deutschland teilzunehmen.
Dies ist eine Veranstaltungsreihe mit Beteiligung von Kindern aus mehreren Nationen, die von Jahr zu Jahr mit dem Ziel organisiert wird, den Kindern durch vielseitige, aktive Aktivitäten mehrere aktuelle Themen zu erschließen (z. B. Nachhaltigkeit, Cybersicherheit, ökologische Fragen, gesellschaftliches Engagement) und Besuche bei lokalen Organisationen und Einrichtungen zu diesen Themen zu organisieren.
Die Parteien haben bei ihren Treffen auf die Tatsache hingewiesen, dass in Deutschland die praktische Vorbereitung bereits begonnen hat und schon von sehr jungem Alter an großen Wert darauf gelegt wird, während in Rumänien der theoretische Unterricht dominiert. Deshalb sind Initiativen wie der Technik-Club besonders wichtig, die den Schülern helfen, praktisches Wissen zu erwerben.
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